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Wenn wir zusammenkommen – und plötzlich nicht mehr wir selbst sind


Wie das Penta uns prägt, kontrolliert und verändert – in Familie und Team


Kennst du das? Du bist bei deinen Eltern. Kaum sitzt ihr am Esstisch, verwandelst du dich in eine frühpubertäre Version deiner selbst. Dein Bruder triggert dich auf Knopfdruck, deine Mutter schnauft enttäuscht, und ehe du dich versiehst, habt ihr denselben Streit wie vor zwanzig Jahren. Als gäbe es ein unsichtbares Drehbuch, das euch alle plötzlich steuert.

Willkommen in der Welt des Pentas.

Und ja, ein Penta ist ein Team, aber auch eine Familie, 3-5 Personen nah beieinander. Verlässt einer den Raum, verändert sich die Gesamtstruktur.

Und eins ist ganz ganz wichtig: während man bei einem Team eine optimale Zusammensetzung für bestimmte Aufgaben versuchen kann, gelten in einer Familie andere Spielregeln. Und das ist mir ganz wichtig zu betonen: es gibt keine optimale oder perfekte Familie.

Es geht anders als im Penta nicht um eine optimierte Strategie, sondern es geht vor allem auch um Gefühle, Liebe, Zusammengehörigkeit und auch den Umgang mit Triggern, Kompromissen, Wünschen und Bedürfnissen.

Und ganz oft sind die 1-2 Hauptthemen, oder Herausforderungen innerhalb einer Familie über diese Art der Analyse gut erkennbar - und dann kann man den Umgang positiv verändern. Verständnis schaffen füreinander.


Was ist das Penta – und warum betrifft es uns alle?


Das Penta ist ein energetisches Feld – eine Struktur, die entsteht, sobald drei bis fünf Menschen physisch zusammenkommen. Es ist kein „Gruppengefühl“, sondern eine eigene Instanz.

Mit eigener Agenda.

Eigener Richtung.

Und es nutzt uns – unsere Körper, unser Bewusstsein – um sich selbst durchzusetzen.


Klingt schräg? Ist es auch. Und gleichzeitig verblüffend logisch, wenn man es einmal durch die Human Design Brille betrachtet.


Denn: Du wurdest in einem Penta geboren. Du hast deine Kindheit in einem Penta verbracht. Und du bist wahrscheinlich heute noch regelmäßig Teil eines.



Das Penta verändert dich – sogar gegen deinen Willen


Im Einzelnen bist du vielleicht achtsam, reflektiert, klar. Aber setze dich mit vier anderen Menschen in ein Teammeeting – und plötzlich bist du still. Oder dominant. Oder ungeduldig. Oder völlig überfordert.


Warum? Weil das Penta bestimmte Kanäle in der Gruppe „bespielt“ – und dafür Menschen in bestimmte Rollen drängt.


Ein Beispiel: Wenn du in einer Fünfergruppe der einzige bist, der eine bestimmte Tor-Aktivierung hat, bekommst du automatisch die Funktion, die das Penta dieser Position zuweist – egal, ob du willst oder nicht.


das Penta funktioniert – aber nicht für dich


Das Penta interessiert sich nicht für dein Wohlbefinden. Es will nur eins: Funktion. Stabilität. Output. Nachkommen. Erfolg. Materialistisches.


Das gilt für Familien ebenso wie für Business-Teams.

Und ja: Familien sind in der Logik des Pentas nichts anderes als kleine Unternehmen. Disziplin. Planung. Ressourcenverteilung. Präsentation nach außen. Und: möglichst funktionierende Kinder.


Was nicht funktioniert, wird zum „Problem“. Fehlende Tor-Aktivierungen? Werden unbewusst kompensiert. Nicht passende Familienmitglieder? Werden ausgegrenzt. Ausreißer-Kinder? Müssen „korrigiert“ werden.

Nicht aus Bosheit. Sondern, weil das System es so will.


Das unsichtbare Drama: Familie als energetisches Spielfeld


Wenn du denkst, dass in deiner Familie immer dieselben Muster laufen – du hast recht. Das Penta hält diese Muster am Leben.

Du bist nicht „emotional unreif“, weil du beim Sonntagsessen ausrastest. Du wirst vom Penta in genau die Rolle gezogen, die du seit deiner Kindheit einnimmst. Und das geht allen Beteiligten so.


Das erklärt auch, warum du nach einem Wochenende mit deiner Herkunftsfamilie tagelang erschöpft bist – egal, wie sehr du dich vorher „geklärt“ hast.


Was das Penta braucht, um zu entstehen


  • Mindestens drei Menschen. Zwei Menschen sind eine Partnerschaft. Ab drei: Penta.

  • Ein gemeinsamer physischer Raum. Zoom zählt nicht (ganz), aber ein Teammeeting im Konferenzraum: absolut.

  • Aktivierungen im Bereich Sakral, Selbst und Kehle. Nur bestimmte Kanäle zählen. Das Penta ist funktional auf Output und Richtung ausgelegt.

  • Eine energetische Absicht. Familie, Team, Elternrunde – das Penta braucht einen „Grund“.


Ab drei wird’s eng – warum die magische Zahl alles verändert


Ein Paar kann harmonisch schwingen. Bringt es ein Kind zur Welt – entsteht sofort ein Penta. Und mit ihm: Spannung. Plötzlich passt die Dynamik nicht mehr. Der eine Elternteil fühlt sich ausgeschlossen, der andere überfordert, das Baby bekommt alles ab.


Warum? Weil ein Dreieck keine harmonische Struktur ist. Es hat immer eine „Spitze“. Einer ist zu viel. Einer steht daneben. Einer wird kompensiert.

Das Penta spürt das – und drängt auf eine vierte Person. Mehr Stabilität. Mehr Ausgleich. Und vor allem: mehr Funktion.


Was bei fünf passiert – und warum oft einer fehlt


Fünf ist die „ideale“ Penta-Zahl. Doch sie bringt ein neues Problem: Überkompensation.

  • Es ist immer jemand abwesend (körperlich oder innerlich).

  • Es entsteht automatisch Hierarchie.

  • Das Penta versucht, „Sicherheitskopien“ zu erschaffen: Noch ein Kind. Noch ein Projekt. Noch ein Mitarbeiter.


Und es gibt fast immer ein schwarzes Schaf – also jemanden, der die Spannung für das Gesamtsystem hält. Oft ist das der/die Jüngste, der/die Stillste, der/die Empfindlichste. Rate mal, wer später in Therapie geht?


Die Tore, die das Penta steuern – und warum sie alles verändern



Einige Tore spielen in der Penta-Dynamik eine zentrale Rolle. Ein paar Beispiele:

  • Tor 15 (Magnetismus): Holt die Menschen ins Feld. Ohne 15: keine Verbindung. Kein Zusammenhalt.

  • Tor 5 (Rhythmus): Gibt dem Penta Stabilität. Ohne 5: Chaos. Unklarheit. Keine gemeinsame Kultur.

  • Tor 14 (Ressourcen): Sichert das materielle Überleben. Ohne 14: Mangel. Kampf. Neid.

  • Tor 46 (Harmonie): „Make nice“. Alle machen gute Miene zum bösen Spiel. Ohne 46: Familien, die sich draußen blamieren.

  • Tor 2 (Vision): Gibt Richtung. Ohne 2: keine klare Ausrichtung. Viel Aktivität, wenig Sinn.

  • Tor 8 (Außenwirkung): Präsentation nach außen. Ohne 8: keine gemeinsame Darstellung. „Unauffällige“ Familien oder unsichtbare Teams.


Das Faszinierende: Was fehlt, wird unbewusst zum Problem. Und dann zum Leitthema.


Wer hat hier eigentlich das Sagen?



Human Design Penta
Human Design Penta

Nicht die Eltern. Nicht der Chef. Sondern das Penta.

Wenn z. B. ein Kind oder Teammitglied die Aktivierung in der „Disziplin“ hat, wird es unbewusst zur Kontrollinstanz – selbst wenn es schweigt.

Wer im unteren Teil des Penta definiert ist, wird verwaltet. Wer im oberen Teil definiert ist, verwaltet. Klingt hart? Ist es auch. Und dennoch: so oft Realität.



Das Penta ist nicht böse. Aber auch nicht für dich da.


Das Penta hat kein Gewissen. Kein Mitgefühl. Keine individuelle Weisheit. Es will nur eines: dass der Laden läuft. Dass die Linie sich fortpflanzt. Dass Ressourcen fließen. Dass Ordnung herrscht.

Wenn du nicht funktionierst, bist du ein Risiko. Dann wirst du ausgegrenzt, korrigiert oder kontrolliert. Nicht weil Menschen schlecht sind – sondern weil das Feld dich dorthin drängt.

Das ist kein persönliches Versagen. Es ist "einfach nur" Mechanik.


Bin ich ein Penta-Mensch?


Nicht jeder Mensch „gehört“ ins Penta. Manche blühen auf, wenn sie allein sind. Andere funktionieren nur im Gruppenfeld.

Ob du Penta-Komponenten in deinem Chart hast, lässt sich konkret analysieren. Wer gar nichts zwischen Sakral und Kehle aktiviert hat, fühlt sich im Penta oft fremd – oder wird zum stillen Mitläufer. Wer viel aktiviert hat, übernimmt schnell Verantwortung – gewollt oder ungewollt.

Wissen schützt. Denn wenn du weißt, wie du energetisch in Gruppen funktionierst, kannst du dich besser abgrenzen – oder bewusster einbringen.


Was heißt das für dich als Mutter, Vater, Partner, Coach oder Führungskraft?


  • Beobachte die Dynamik – nicht nur die Personen.

  • Sprich in Einzelsettings. Manche Dinge lassen sich im Gruppenfeld nicht klären.

  • Erkenne Muster. Was wiederholt sich immer? Wer übernimmt welche Rolle?

  • Unterscheide zwischen dir – und dem Feld.

  • Löse dich bewusst aus dem Penta, wenn es nicht (mehr) gesund ist.


Was das Penta dir (nicht) beibringt


Das Penta bringt dir nicht bei, wie du du selbst bist. Es bringt dir bei, wie du funktionierst. Für die Familie. Fürs Team. Fürs System.

Es will, dass du dich anpasst, stabilisierst, integrierst – nicht, dass du hinterfragst.

Human Design lädt dich ein, das zu erkennen – und dann: bei dir zu bleiben. Trotz Feld. Trotz Druck. Trotz „das macht man so“.


Fazit: Das Penta ist real. Und es beeinflusst dein Leben – ob du willst oder nicht.


Doch mit Wissen kommt Bewusstsein. Und mit Bewusstsein kommt Wahl.

Du kannst Penta-Dynamiken erkennen, benennen – und verändern. In deinem Team. Deiner Familie. Deinen Beziehungen.


Wenn du wissen willst, wie dein Familiensystem funktioniert oder warum dein Team immer wieder an denselben Punkten scheitert, begleite ich dich gern mit einer Analyse für Familien oder Teams. Fundiert, liebevoll, klar. Und mit viel Raum für echtes Verstehen.


Wenn du dir mehr Verbundenheit, mehr Verstehen oder mehr Klarheit in deiner Familie wüns


 
 
 

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